Gründe zu meditieren:




Steg  
Höchstes Ziel ist es:

Buddhistisch ausgedrückt: zum wahren Wesen zu erwachen und zu einem Leben in Mitgefühl
Christlich ausgedrückt: zu erwachen zur Einheit mit Gott und einem Leben in Liebe zu allen Geschöpfen
Dieser Prozess vollzieht sich in beiden Traditionen in drei Stufen, die eine grosse Entsprechung haben.
Für den christlichen Weg führen wir beispielhaft je einen Text auf:

Versunkenheitsbewusstsein
(Zammai, Versenkung)
„Es muss eine kraftvolle Einkehr geschehen, ein Einholen, eine innere Sammlung aller Kräfte, der niedersten wie der höchsten, ein Einswerden aus aller Zerstreuung; sind doch alle Dinge vereint kraftvoller. Johannes Tauler

Erleuchtung: Erwachen aus der Illusion der Getrenntheit
(Satori = Erwachen, Kensho = Schau des wahren Wesens)
„Die Versenkung nimmt dem menschlichen Geist Bild und Form und alle Vielheit ab. Darüber hinaus gibt es kein Streben noch Mühe, denn Anfang und Ende sind eins geworden und der Geist ist – sich selbst entsunken – eins mit dem Göttlichen geworden." Heinrich Seuse

Von der Kontemplation zur Aktion
(„Alltag ist der Weg“ vgl. Koan Nr. 19 aus Mumonkan, 1989)
„Das Handeln nach Gottes Willen und nicht das Ruhen in Gottes Gegenwart ist das Wichtigste. Die mystische Versenkung in Gott, die ‚Ruhe’, wird sogar zum ‚Mittel’, dieses Wichtigste zu tun.“ Teresa von Avila